Die Geschichte des Bernsteinzimmers
Schicksal im Zweiten Weltkrieg:
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Bernsteinzimmer von deutschen
Soldaten demontiert und verpackt. Am 14. Oktober 1941 wurde
es unter dem Kommando von Rittmeister Graf Solms-Laubach in
27 Kisten nach Königsberg abtransportiert. Der 36stündige
Abbau war unter Aufsicht von zwei Sachverständigen vorgenommen
worden.
Verbleib des Bernsteinzimmers:
Seit 1945 war das Bernsteinzimmer verschollen.
Zahlreiche internationale Gruppen versuchten bis heute, durch
umfangreiche Recherchen parallel zur Rekonstruktion das Original
wiederzufinden. Nach neuen Erkenntnissen der beiden britischen
Forscher Adrian Levy und Catherine Scott-Clark ist das Bernsteinzimmer
1945 in Königsberg verbrannt. Es gibt diverse Theorien,
die sich auf Aussagen von Zeitzeugen stützen. Königsberg
wird jedoch häufig als letzter bekannter Verbleibsort
genannt.
Berichten zufolge hatte der damalige Gauleiter von Königsberg
Erich Koch das Bernsteinzimmer zusammen mit vielen weiteren
Kunstschätzen wegschaffen lassen. Erich Koch wurde Ende
des Krieges in polnische Gefangenschaft genommen und zum Tode
verurteilt. Das Urteil wurde jedoch nie vollstreckt. Sein
vermutetes Wissen in Bezug auf den Verbleib des Bernsteinzimmers
bewahrte ihm vermutlich das Leben. So lässt es sich auch
erklären, dass Koch seine Aussagen bezüglich des
Verbleibortes mehrmals revidierte.
(Anmerkung zu Erich Koch: Er konnte zu keinem Zeitpunkt eine
Verlagerung außerhalb seines Gaues anordnen und hatte
nur die luftschutzmäßige Bergung und Sicherstellung
im Rahmen der Vorgaben der großen Luftschutztagung aus
1942 zu beachten.)
Die materielle Räumung und Sicherstellung erfolgte auf
Grund des Führerbefehls vom 24. Januar 1945 beziehungsweise
der Anweisung vom 21. Januar 1945. Erst zu dem Zeitpunkt war
die Räumung auf Befehl des Reichsministers für Rüstung
und Kriegsproduktion, Albert Speer, möglich. Kulturgut
war Räumgut der Dringlichkeitsstufe I, Kennbuchstabe
(o). Alle anders gearteten Aussagen können als spekulativ
und weder als halt- noch beweisbar angesehen werden. Das Schloss
von Königsberg, in dem sich das Bernsteinzimmer befand,
wurde 1945 stark zerstört und die Ruine 1968 auf Befehl
Leonid Breschnews abgerissen. Nur der Unterbau mit den Kellergewölben,
in welchen das Bernsteinzimmer nachweislich eingelagert war,
existiert zum Teil bis heute noch. Der riesige Gebäudekomplex
verfügt, nach Aussage von Insidern, bis heute über
Räume, die noch nicht freigelegt wurden |
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Andererseits existierten Zeugen, die es am Königsberger
Bahnhof zuletzt in Kisten verpackt gesehen haben wollen.
Diverse Theorien besagen, dass es an Bord des Schiffes Wilhelm
Gustloff gebracht wurde. Das Flüchtlingsschiff wurde
auf seiner letzten Fahrt (am 30. Januar 1945 von Gdingen
aus) durch drei sowjetische Torpedotreffer versenkt.
Des Weiteren wird es in Weimar vermutet, da dort ein Propagandazentrum
geplant war. Diverse Schatzsuchende und Bergungsunternehmen,
die einen Verbleib im Erzgebirge (Poppenwald) vermuteten,
was durch Andeutungen Boris Jelzins bestärkt wurde,
machten sich nach der Wende auf die Suche, der Fund blieb
jedoch bis heute aus.
Weitere Theorien bringen das Versteck des Bernsteinzimmers
auch mit den Kronjuwelen der niederländischen Königsfamilie
und dem Nazigold in Zusammenhang. Am 21. Dezember 2006 berichtete
der österreichische Fernsehsender ORF, dass russische
Wissenschaftler in Königsberg auf einen Geheimgang
gestoßen sind, der in ein Kloster führt, in dem
das Bernsteinzimmer vermutet wurde.
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